Schmitt-Rousselle
            
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Pāśakakevalī

Das altindische Würfelorakel
mit Variationen eines Urschachs

Die altindische Pāśakakevalī ist neben dem altchinesischen I Ging das älteste über die Jahrtausende bewahrte Orakel. Ihr Gebrauch ist schon in vedischer Zeit (ca. 1000 v. Chr.) belegt, die älteste überlieferte Handschrift datiert aus dem 6. Jahrhundert n.Chr.
Seit den Anfängen menschlicher Kultur wurde versucht, die Auswirkung der individuellen Handlungen und Ereignisse mit Hilfe eines Orakel vorherzusehen. Dazu wurden gravierte Steine (Runen), Scharfgabenstengel (I Ging) oder wie hier zugepfeilte Knochenstücke (4-seitige Würfel) verwandt.

Der Pāśakakevalī liegt die Auffassung zugrunde, die eigene Zukunft mitprägen zu können. Infolge dessen werden häufig Handlungsanweisungen mitgegeben.
Diese Handlungsanweisungen zielen auf den Fragenden selbst. Die Realität als „externe Größe“ wird nicht direkt verändert, sondern die Beziehung zwischen dem individuellen / persönlichen Aspekt und der Gesamtsituation. Diese Beziehung ist jederzeit änderbar, da die Bewertung letztendlich vom Fragenden selbst herrührt. Zur Lösung von Konflikten werden neben alltäglichen Aktivitäten Methoden des Tagesbewusstseins (Meditation, Gebet, Körperhaltung), und des Nachtbewusstseins (Traumyoga, -reisen) empfohlen.

Die Pāśakakevalī folgt einer klaren ethischen Anschauungsweise, der Beachtung des Dharmas. Die Handlungen, die im Einklang mit dem großen Ganzen stehen, sind erfolgversprechend. Handlungen, die lediglich den eigenen Wünschen dienen, werden oftmals – wenn sie dem Dharma widersprechen – abgelehnt. Insofern dient das Orakel auch der Erforschung der eigenen Motivation.

Die Pāśakakevalī - wie das chinesische I Ging - enthält 64 Antwortmöglichkeiten. Jede Antwort enthält ein Bild, einen oder mehrere Ratschläge bzw. Handlungsanweisungen. Meist werden innere und äußere Zeichen, die den Lösungsweg begleiten. Dahinter verbirgt sich eine komplexe Welt, die im Einklang mit den indischen Systemen Sāṃkhya und Yoga stehen.

Inhalt (Buch):

1 Das Orakel
   1.1 Ursprung und Überlieferung der Pāśakakevalī
   1.2 Zur Handhabung des Orakels
2 Der Orakeltext
3 Anhang zum Orakeltext
   3.1 Geistesgeschichtlicher Hintergrund
   3.2 Erklärungen zum Text
   3.3 Meditations- und Traumpunkte
4 Das Spiel
   4.1 Pāśakakevalī: Die Schachvariationen
   4.2 Pāśakakevalī: Das Glücksspiel

Das erste Kapitel widmet sich der Ausübung des Orakels. Die Grundbedeutung der Würfe, ihre Position sowie deren Bezug wird dargelegt. Das Handlungsfeld sowie ein Bild der inneren Welt wird skizziert.

Das zweite Kapitel enthält den Orakeltext in deutscher Übersetzung. Zu jedem der 64 Antworten ist ein kleiner Kommentar beigegeben.

Das dritte Kapitel gibt einen Einblick in den philosophischen Hintergrund, wie er im Sāmkhya seinen Ausdruck findet. Es folgt eine Erklärung der Wörter und Traumsymbole. Der Abschnitt Meditations- und gibt für jeden der 64 Antworten Hinweise zur Praxis.

Das vierte Kapitel gibt Variationen eines indischen Urschaches. Da sich bis auf Spielbrett, Anzahl und Form der Würfel, sowie Spielziel wenig tradiert ist, werden hier mehrere Variationen angeboten. Die Kombination aus Strategie und Schicksal (Würfel) legt eine weitereVerwendung auch als Glücksspiel nahe. Auch hierzu wird eine Anleitung gegeben.

Urschach, Glücksspiel, Orakel:

the seeker
Die verschiedenen Spielvariationen sind in Kapitel 4 beschrieben.

Lieferinhalt

the seeker
Die Schachtel enthält Buch, Spielbrett, Würfel und Spielsteine.

© Dr. Ardo A. Schmitt-Rousselle
ISBN 978-3-928021-08-1
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